Hanau ist in sehr verschiedenen Etappen gewachsen: mittelalterliche Altstadt, planmäßig angelegte Neustadt, ein fast vollständiger Wiederaufbau nach 1945, Hochhaussiedlungen der Sechziger, eingemeindete Orte mit eigenem Ortskern und ein komplett neues Wohnquartier auf einem früheren Kasernengelände.
Für einen Umzug ist das keine Stadtgeschichte, sondern eine sehr praktische Frage: Wie breit ist das Treppenhaus, gibt es einen Aufzug, und wie nah kommt der Wagen an die Haustür? So schätzen wir die Lagen ein, bevor wir zur Besichtigung fahren.
Innenstadt, Altstadt und Neustadt
Die Hanauer Innenstadt wurde in der Nacht des 19. März 1945 fast vollständig zerstört und danach neu aufgebaut. Der Grundriss von Altstadt und Neustadt ist bis heute erkennbar, die Bebauung fast nirgends – was hier steht, stammt überwiegend aus den Nachkriegsjahrzehnten.
Für uns heißt das: schmale, gerade Treppenhäuser, häufig vier Etagen ohne Aufzug, und Straßen, in denen ohne Halteverbotszone schlicht kein Umzugswagen steht. Der Außenaufzug ist hier keine Spielerei, sondern spart Stunden.
Weststadt und Kesselstadt
Westlich der Burgallee entstand ab Mitte der 1960er Jahre die Weststadt, eine Siedlung aus Hochhäusern, in der heute über 8.000 Menschen aus rund 56 Nationen leben. Umzüge laufen hier über den Aufzug – und genau der ist der Engpass.
Wir melden ihn vorab bei der Hausverwaltung an, damit er am Umzugstag für uns reserviert ist. Ohne Anmeldung teilen sich mittags mehrere Parteien denselben Aufzug, und aus einem Umzugstag werden zwei.
Steinheim, Großauheim und Klein-Auheim
Die Stadtteile am Main haben ihren gewachsenen Ortskern behalten: enge Gassen, Hofeinfahrten, Häuser direkt an der Straße. Ein großer Sattelzug käme hier nicht um die Kurve, ein passend dimensioniertes Fahrzeug schon.
Wir klären deshalb bei der Besichtigung, wie nah wir tatsächlich an die Haustür kommen. In diesen Lagen ist der Trageweg der größte Zeitfaktor – nicht die Kubikmeter.
Wolfgang und der Pioneer Park
Auf dem Gelände der früheren Pioneer-Kaserne im Stadtteil Wolfgang entsteht auf rund 50 Hektar ein neues Wohnquartier mit etwa 1.500 Wohneinheiten für bis zu 5.000 Menschen. Die US-Streitkräfte haben Hanau 2008 verlassen, gebaut wird bis heute.
Neubaugebiet heißt für uns: gute Zufahrt und Aufzüge, aber auch Baustellenverkehr, wechselnde Sperrungen und Erstbezug mit Küchenmontage. Wir fragen vorher nach, welche Zufahrt am Umzugstag wirklich offen ist.
Lamboy, Tümpelgarten, Mittelbuchen und Nordwest
Zwischen Innenstadt und Main liegen die dicht bewohnten Viertel Lamboy und Tümpelgarten, im Norden das deutlich ländlichere Mittelbuchen. Die Bandbreite reicht vom Geschosswohnungsbau bis zum freistehenden Haus mit eigener Auffahrt.
Nennen Sie uns einfach die Adresse. Meist wissen wir schon am Telefon, worauf es hinausläuft – bestätigt wird es bei der Besichtigung.